8. April 2009
GOCEs „Herz" schlägt
Nach dem erfolgreichen Start des Schwerefeld -Satelliten GOCE der ESA am 17. März von der Raumfahrtstation Plesetsk im Norden Russlands wurde am 8. April das hochsensitive Gravitationsgradiometer eingeschaltet und produziert stabil aussagekräftige Daten.
Das Raumschiff wurde zunächst auf einer Höhe von 283 Kilometern ausgesetzt. Bisher ist es im -fast- freien Fall um 150-200 Meter pro Tag gefallen und wird sich der Erde noch weiter annähern, bis in einer „Arbeitshöhe" von 273 Kilometern in der sogenannten „drag-free"-Modus aktiviert wird. Dann wird der Satellit aktiv mithilfe eines Ionentriebwerks den Luftwiderstand ausgleichen. Vor der ersten Messphase ab Sommer 2009 durchlaufen die Messgeräte noch eine sechswöchige Kommissionierungs- und Kalibrierungsphase.
Seit dem 31. März wird die Satellitenbahn durch den International Satellite Laser Ranging Service erfasst, wegen der niedrigen Flughöhe und der damit verbundenen kurze Überflugdauer der Teleskope eine besondere Herausforderung. Durch Orbitberechnungen, nach denen die 65 weltweiten Messstationen ihre Teleskope ausrichten können, unterstützt die ESA diese Messungen, mit deren Hilfe die Genauigkeit der GOCE-Orbitberechnungen validiert werden können.

